Unter einem großen Blatt saß eine winzige grüne Froschdame. Sie hieß Quaxi und war grün wie ein junges Blatt.
Quaxi hüpfte gern durchs Gras – hopp, hopp! Nur vor dem Wasser hatte sie Angst.
„Quak-quak!“, weinte sie, wenn sie eine Pfütze sah.
Eines Morgens sagte Mama Frosch: „Quaxi, komm, wir gehen zum Teich!“
Quaxi versteckte sich unter einem Blatt.
„Nein, nein, ich habe Angst!“
Mama lächelte. „Du musst nicht weit springen, mein Schatz. Ich bin ja bei dir.“
Sie gingen zum Teich. Das Wasser war warm und blau. Kleine Blätter schwammen darauf.
„Siehst du?“, sagte Mama. „Das Wasser ist weich wie eine Decke.“
Quaxi stand am Ufer. Ganz vorsichtig berührte sie das Wasser mit einem Zeh.
Plitsch!
Das Wasser fühlte sich gut an.
„Setz dich jetzt auf das Blatt“, schlug Mama vor.
Quaxi setzte sich behutsam auf ein großes Seerosenblatt. Das Blatt schaukelte – schunkel, schunkel.
„Oh, wie lustig!“, lachte Quaxi.
Dann ließ sie sich ins Wasser gleiten. Vier Beinchen platschten leise.
Das Wasser trug sie – ganz sanft.
„Strampel mit den Beinen“, sagte Mama. „Eins-zwei, eins-zwei.“
Quaxi strampelte. Und schwamm! Erst ein bisschen, dann immer weiter.
„Mama, ich schwimme! Quak-quak!“
Sie schwamm zu einer gelben Seerose. Dann zurück zu Mama. Das Wasser hielt sie fest und ließ sie nicht fallen.
„Fein gemacht, mein Schatz!“, lobte Mama.
Den ganzen Tag planschte Quaxi im Teich. Sie tauchte nach Mücken, rutschte auf Blättern herum und spielte mit den anderen Froschkindern.
Am Abend saßen sie und Mama am Ufer. Die Sonne ging unter, das Wasser wurde rosa.
„Mama, gehen wir morgen wieder schwimmen?“, fragte Quaxi.
„Aber ja“, sagte Mama und nahm sie in den Arm.
Quaxi schloss die Augen. Sie träumte, wie sie durch das warme Wasser schwamm, unter Sternen.